post

Die Winterzeit ist Shoppingzeit. Am 29. November startet mit dem Black Friday offiziell die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Viele Händler locken die Kunden mit aussergewöhnlich hohen Rabatten in ihre Onlineshops.  In dieser Rabattschlacht lässt der Konsument in der Angst etwas zu verpassen (FOMO) manchmal nicht genug Vorsicht walten. Für Cyberkriminelle ist der Black Friday und Cyber Monday eine tolle Gelegenheit, um viel Geld zu ergattern. Mit besonders raffinierten Methoden werden jedes Jahr Tausende von Konsumenten übers Ohr gehauen. Mit ein paar einfachen Regeln schützen Sie sich. 

Mit diesen Tipps vermeiden Sie böse Überraschungen

Phishing (Betrüger-Mails)
Das «Abfischen» ist eine weitverbreitete Methode, um Passwörter, Codes, persönliche Informationen oder Bankdaten zu stehlen: Harmlos E-Mails enthalten Anhänge mit Schadsoftware, die beim Öffnen automatisch Passwörter und Zugangscodes an die Betrüger senden. Öffnen Sie auf keinen Fall E-Mails oder Meldungen von Absendern, die Ihnen seltsam vorkommen und die Ihnen das Geschäft Ihres Lebens versprechen. Sonst werden Sie auf ganzer Linie abgezockt. Doch auch bei bekannte E-Mailabsendern sind Sie nicht vor Betrug geschützt. Viele Betrugsversuche kopieren bekannte Marken oder Shops und versenden in deren Namen Phishing E-Mails.

Super-Sonder-Preisnachlässe
Hinter völlig überzogenen Rabatten steckt in der Regel ein Betrugsversuch. Kennen Sie den Anbieter? Wie wahrscheinlich erscheint Ihnen das Angebot? Beachten Sie die genaue Schreibweise der URL. Lesen Sie auch die Kundenbewertungen oder schauen Sie, ob das angebotene Produkt vielleicht eine Fälschung ist.

Klicken Sie nicht sofort auf Links zu Sonderangeboten. Es ist ratsam, die URL im Browser manuell einzugeben, um das Risiko einer Weiterleitung zu einer Phishing-Seite zu vermeiden. Tipp: Linkvorschau zeigt die zu öffnende URL an.

Angabe ihrer Bankdaten
Finanzdaten sollten keinesfalls einfach so weitergegeben werden. Ein virtuelles Konto, um Geld zu überweisen, ein aufreizend blinkender Button, ein exklusives Angebot oder die eindringliche Aufforderung, die eigene IBAN anzugeben sind kein Grund, dies auch zu tun. Nehmen Sie sich Zeit beim Einkaufen und prüfen Sie die Angebote!

Kostenpflichtige Sonderrufnummern
Vorsicht Abzocke! Eine unerwartete Meldung mit der Aufforderung, eine bestimmte Telefonnummer anzurufen, um ein Geschenk zu erhalten, den Kundendienst wegen eines Problems zurückrufen oder dem Lieferanten fehlende Details durchzugeben – alles sehr suspekt. In der Regel steht die offizielle Telefonnummer des Anbieters auf seiner Website.

(K)ein Passwort für alles
Verwenden Sie keinesfalls immer dasselbe Passwort! Ändern Sie Ihre Passwörter regelmässig. Um Ihre Daten zu schützen, verwenden Sie am Besten komplexe Codes (mit Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen) und für jedes Nutzerkonto ein anderes.

Das Speichern von Passwörtern und Kreditkartennummern in einem Webbrowser ist bequem, aber auch unsicher. Wenn diese sensiblen Daten kompromittiert werden, erhalten Cyberkriminelle darauf Zugriff und könnten damit Geld ausgeben und ihre digitale Identität stehlen und weiterverkaufen. Behalten Sie die Passwörter daher stets für sich, am besten offline oder in einer vertrauenswürdigen App wie beispielsweise dem Kaspersky Password Manager.

Wolf im Schafspelz
Ist die Rechtschreibung abenteuerlich, das Layout seltsam oder die Navigationszeile wenig intuitiv, sollten Sie misstrauisch werden. Bekannte Unternehmen und Brands investieren in der Regel viel Geld in einen professionellen Onlineshop.

Betrügerische Webseiten versuchen oft die echten Webseiten nachzuahmen. Teilweise sind die Fake-Seiten den Originalen verblüffend ähnlich. Hinweise auf eine Fälschung sind Rechtschreibfehler, Markennamen, Unternehmensadresse sowie Logos und Schriften.

Einkaufen nur bei Shops mit dem Schloss
Vergewissern Sie sich, dass Sie eine sichere Verbindung zur gewünschten Internetseite haben. Dies ist der Fall, bei einer gesicherten Verbindung mit HTTPS. Sichtbar ist dies in der Regel durch ein Vorhängeschloss am Anfang der Websiteadresse. Dieses Schloss garantiert, dass die Internetverbindung sicher ist und ihre persönlichen Daten, inklusive Passwörtern und Kreditkartennummern, beim Surfen privat bleiben. 

Sicherheitswarnungen ernst nehmen und Software aktuell halten
Sicherheitswarnungen können nervig sein, aber ihr Gerät informiert Sie darüber, dass es ein Update braucht. Dass alle Geräte auf dem neusten Stand sind, sollte Priorität haben, wenn man online einkauft. Installieren Sie daher stets so schnell wie möglich Updates für Betriebssystem, Browser, Anti-Virus und Firewall-Dienste. Diese Warnungen zu ignorieren könnte gefährlich werden.

Die Verwendung einer älteren Browserversion kann die Daten anfällig machen. Veraltete Sicherheitsstandards der früheren Versionen bedeuten, dass alle Informationen die man einträgt leichter zugänglich sind und damit eher für kriminelle Absichten verwendet werden können. Es sollten stets bewährte und etablierte Browser (wie Microsoft Edge, Google Chrome oder Mozilla Firefox) genutzt werden. Weniger bekannte Browser könnten unsicher sein.

Wünschen Sie eine Beratung bezüglich der Sicherheit ihrer IT? InfoSoft Systems ist ihr IT-Partner. Wir sind gerne für Sie da.

Quelle: Kaspersky Blog
Beitrag teilen: