post

USB ist der Universalanschluss für sämtliche Computerperipherie wie Mobiltelefone, Festplatten, Drucker und Zubehör. Der neue Standard 3.1 mit dem Typ-C-Steckverbindung verspricht eine einfachere Handhabung, schnellere Übertragungsraten und zusätzliche Funktionen.

USB-C Stecker

Es gibt mehrere wesentliche Neuerungen für die fast 20 Jahre alte Schnittstelle Universal Serial Bus. Bislang wurden die USB-Stecker in A und B unterteilt. A-Stecker kommen in die Buchsen am PC oder Notebook. B-Stecker haben die USB-Kabel am anderen Ende für den Anschluss von externen Festplatten, Druckern, Digitalkameras und anderem Zubehör.

Damit soll bald Schluss sein, denn die neuen Typ-C-Kabel haben an beiden Enden den gleichen Stecker und bringen einen einen verdrehsicheren Stecker. Auch die unterschiedlichen Grössen sind passé: Statt normal gross, mini und micro gibt es nur eine Steckergrösse, die ungefähr der Grösse des bisherigen USB Microstecker entspricht.

Übertragungsrate

Der neue USB-Standard 3.1 ist doppelt so schnell wie USB 3.0. Die Übertragungsrate wurde auf 10 Gbit/s erhöht. In der Praxis dürften sich damit rund 900 bis 950 Megabyte pro Sekunde übertragen lassen. Ein ideales Tempo für sehr schnelle SSDs.

Wie bisher teilen sich alle Geräte die Geschwindigkeit. Wenn also mehrere USB-Geräte gleichzeitig Daten übertragen, sinkt das Tempo bei den einzelnen Geräten. Zwingend vorgeschrieben ist USB 3.1 für den C-Stecker nicht. So gibt es schon erste Produkte mit einer USB-C-Buchse, die nur mit USB-2.0-Tempo arbeitet, wie das Tablet Nokia N1.

Stromversorgung mit USB Power Delivery

Die wichtigste Neuerung betrifft den Leistungsdurchsatz «USB Power Delivery»: Mit bis zu 100 Watt Leistung soll es möglich sein, auch leistungsintensive Notebook-Akkus schnell aufzuladen ohne spezifisches Netzteil.

Die «USB Alternate Mode»-Spezifikation erlaubt es dem USB-Anschluss und -Kabel auch Nicht-USB-Signale zu übermitteln. Damit können  über den USB-Anschluss Video-Signale (DisplayPort-, HDMI- und VGA) übertragen werden. Auch ist es denkbar, dass USB bald die Stromversorgung und Bildübertragung von Monitoren übernimmt. Dieser Anschluss sollte sich für alle Sorten von Verbindungen eignen.

Die Nicht-USB-Signale konkurrenzieren die USB-Signale nicht, wodurch neben den Video-Signalen auch weiterhin USB-3.1- oder USB-2.0-Daten übertragen werden können. Dies ermöglicht eine ähnliche Funktionsweise wie bei Thunderbolt von Apple, bei dem auch mehrere Signale gleichzeitig übertragen werden können.

Quelle: www.welt.de, 14.04.15