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The Wolf mit Christian Slater

HP legt den Fokus in ihren neuen Geräten auf hohe Sicherheitsstandards, um vor unbefugten Zugriffen zu schützen und die Daten- und Netzwerksicherheit zu gewährleisten. HP will mit ihrer neusten Initiative das Bewusstsein für Gerätesicherheitsrisiken in Unternehmen stärken. Die neue Web-Serie The Wolf, wurde von HP Studios, zusammen mit dem Schauspieler Christian Slater in der Hauptrolle gedreht. The Wolf ist eine Mini-Serie und handelt davon, wie Firmennetzwerke gehackt werden können und was Unternehmen tun müssen, um sich zu schützen. Die dargestellten Cyberangriffsversuche wurden schon in dieser Art und Weise registriert.

Staffel 1: «Nichts ist sicher» (4 Videos)
Im ersten Teil zeigt The Wolf die Machenschaften eines Hackers in einem Finanzinstitut. Von der Administration bis zur Geschäftsleitung werden ungesicherte Geräte ausgenutzt. Der Film zeigt auf, wie die Kunden in Gefahr geraten können – vom ungesicherten Zugang zu unaufgeforderten Druckjobs. Schauen Sie dem Hauptdarsteller bei seinen finsteren Machenschaften über die Schulter und lernen Sie auf unterhaltsame Weise einiges über die Sicherheit von Druckumgebungen.

Staffel 2: «Die Jagd geht weiter»
Diesesmal zeigt «The Wolf», was passieren kann, wenn sich Kriminelle Zugriff auf ungesicherte Drucker und PCs in Spitälern verschaffen. Was Sie in diesem Video zu sehen bekommen, wirkt vermutlich etwas weit hergeholt, doch jede Handlung, die der Wolf macht, ist von realen Cyberangriffen inspiriert. Auch wenn die Geschichte von einem grösseren Unternehmen handelt, sollten sich kleine Unternehmen nicht in falscher Sicherheit wiegen.  

HP Secure – Neue Massstäbe bei der Gerätesicherheit

Einwandfreie Sicherheitsprozesse im Unternehmen sind wichtig, genügen aber nicht immer. Drucker werden im Gegensatz zu der restlichen IT-Infrastruktur nur sehr zögerlich aktualisiert oder ersetzt und bieten dadurch eine Schwachstelle für Angriffe. Deshalb hat HP die Druckersicherheit auf Geräteebene intensiv weiterentwickelt.

HP SureStart – Sicheres Booten
Auf Enterprise-Druckern schützt HP das BIOS – also die Boot-Anweisungen, mit denen die grundlegenden Hardwarekomponenten gestartet und die Firmware initialisiert werden – mithilfe von HP SureStart. Diese Technologie überprüft die Integrität des Drucker-BIOS bei jedem Neustart. Falls SureStart eine gehackte Version erkennt, startet es den Drucker neu mit einer abgesicherten, als korrekt verifizierten BIOS-Version.

BIOS-Whitelisting – Sichere Firmware
HP schützt des Weiteren die Firmware – das ist die Software, die die Druckerfunktionen steuert -, indem die installierte Version mit einer Positivliste (White List) verglichen wird. So ist gewährleistet, dass nur korrekter, unmanipulierter Code von HP in den Arbeitsspeicher geladen wird.

Eindringungserkennung im Betrieb
Die Eindringungserkennung während der Laufzeit schützt Enterprise-Geräte von HP, während sie in Betrieb und mit dem Netzwerk verbunden sind. Dazu wird laufend auf Eindringversuche geprüft und überwacht, ob schädlicher Code im Speicher ausgeführt werden soll.

Sicherheitsmanagement
HP JetAdvantage Security Manager kann automatisiert feststellen, ob Geräte die Sicherheitsrichtlinien und -einstellungen des Unternehmens erfüllen. HP WorkWise verbindet ein Dashboard am PC mit einer Smartphone-App – so ist der PC geschützt, wenn Sie unterwegs sind.

Alle Sicherheitsfunktionen zusammen sorgen dafür, dass Angreifer sich nicht in Ihren Druckern einnisten können. Sämtliche Versuche werden erkannt, neutralisiert und die schädlichen Auswirkungen umgehend behoben. Mit seinen Business-Druckern hebt HP die Druckersicherheit auf ein komplett neues Niveau und hindert so die Wölfe dieser Welt daran, in Ihrem Netzwerk und allem, was Ihnen wichtig ist, Schaden anzurichten.

Wir unterstützen Sie!
Interessieren Sie sich für eine sichere Lösung? Möchten Sie ihre Infrastruktur noch besser absichern 0der ihre alten Geräte ersetzen und auf neuste Sicherheitsstandards wechseln? Wir unterstützen Sie gerne! Kontaktieren Sie uns.

HP Geräten mit neuen Sicherheitsstandards

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an HP-Drucker mit den neuen Sicherheitsstandards. Eine Liste der HP Enterprise LaserJet und PageWide Geräte mit den neusten Sicherheitsfunktionen finden Sie hier. Weiterführende Informationen zum Thema Gerätesicherheit bei Drucker finden Sie direkt bei HP.

HP Color LaserJet Enterprise M553n

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Link zum INFOSOFT Webshop 

HP PageWide Enterprise Color 556dn

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HP Color LaserJet Pro MFP M477fdw

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Cyberkriminalität in der Schweiz steigt

Cyberattacken gehören für Schweizer Unternehmen immer mehr zur Normalität. Erfreulicherweise ist auch das Risikobewusstsein gestiegen. Neue Gefahren drohen durch das Internet der Dinge und die fortschreitende künstliche Intelligenz. Die Computeranwender bleiben weiterhin das grösste Risiko. Diese Erkenntnisse präsentiert die aktuelle KPMG-Studie «Clarity on Cyber Security».

Das Risiko, als Schweizer Unternehmen Opfer eines Cyberangriffs zu werden, ist mittlerweile Alltag für Grosskonzerne, aber auch KMU. In den letzten 12 Monaten wurden 88% der befragten Unternehmen Opfer von Attacken. Das bedeutet eine Zunahme von 34% gegenüber dem Vorjahr (54%). Bei mehr als der Hälfte der Firmen (56%) provozierte der Angriff einen Unterbruch der Geschäftstätigkeit, bei mehr als einem Drittel der Befragten (36%) hatte die Attacke einen finanziellen Schaden zur Folge.

Die Schweizer Wirtschaft hat aber dazugelernt, wie mit der Bedrohung durch Cyberattacken umzugehen ist: 81% der Befragten gaben an, dass sie im Vergleich zum letzten Jahr ein grösseres Risikobewusstsein entwickelt haben. Die Hälfte der Teilnehmer (52%) verstehen die Motivation, Strategie und Vorgehensweise der Angreifer besser und bei 44% haben sich die Vorhersagemöglichkeiten verbessert.

Wenig Benutzerfreundlichkeit in der Cyberabwehr
Viele Datendiebstähle lassen sich auf menschliches Versagen und Verhaltensbeeinflussung (Social Engineering) zurückführen. Schuld daran sind aber nicht nur sorglose Benutzer, sondern vielmehr Konstruktionsfehler in der Benutzerfreundlichkeit. Allzu oft spielt diese eine untergeordnete Rolle. Das widerspiegelt auch die Studie: 65% der Befragten gaben an, dass in ihrem Unternehmen nicht systematisch an benutzerfreundlichen Massnahmen zur Cybersicherheit gearbeitet wird, und nur 11% ziehen entsprechende Spezialisten zurate. Matthias Bossardt, Leiter Cyber Security von KPMG Schweiz, meint dazu: «Die Wirksamkeit von Massnahmen zur Cybersicherheit muss dringend gestärkt werden. Dies geht nicht ohne das menschliche Verhalten viel stärker im Design der Massnahmen zu berücksichtigen. Die Benutzerfreundlichkeit von Cybersicherheit ist entscheidend, wenn es darum geht, die Cyberbedrohung in den Griff zu kriegen. Das schwächste Glied in der Kette war, ist und bleibt immer der Mensch.»

Internet der Dinge als Einstiegstüre für Cyberrisiken
Das Internet der Dinge (IoT) ist längst keine Zukunftsvision mehr. Es existiert schon heute, als komplexe Sammlung vernetzter, internetfähiger Dinge, wie Haushaltsgeräte, aber auch kritische Infrastrukturen, wie medizinische Apparate, industrielle oder öffentliche Produktionsanlagen und mehr. Da sämtliche Geräte immer intelligenter werden, wird auch der Sicherheitsaspekt immer relevanter.

Hier besteht aber noch grosser Handlungsbedarf: Über die Hälfte der Studienteilnehmer gaben zu, dass sie keinen Überblick über alle Geräte des Internets der Dinge in ihrem Unternehmen haben. 35% versuchen nicht einmal, diesen Überblick zu erlangen und weitere 17% haben es zwar versucht, sind aber gescheitert. Angesichts dieser Zahlen überrascht es nicht, dass die Hälfte der Befragten zugibt, dass diesbezüglich keine Strategien oder Richtlinien existieren.

Neue Risiken durch künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz (AI) bezeichnet im Grunde intelligente Maschinen, die komplexe und umfangreiche Prozesse automatisieren und Menschen bei kritischen Entscheidungen unterstützen können. Angriffe auf solche intelligente Maschinen können jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Belastbarkeit von Märkten oder gar ganze Volkswirtschaften haben. Diese Systeme sind noch am Anfang ihrer Entwicklung. Die Umfrage zeigt auch, dass dieser Umstand erst langsam ins Bewusstsein der Unternehmen dringt: Nur 26% der Befragten gaben an, dass sie sich der Cyberrisiken, die durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz im eigenen Unternehmen oder in Produkten und Dienstleistungen entstehen, bewusst sind.

Quelle: http://www.itbusiness.ch (13.06.17)
Die jährliche Studie «Clarity on Cyber Security» von KPMG Schweiz basiert auf einer Kombination von qualitativen Einzelinterviews und einer Online-Befragung und erfasst rund 60 Unternehmensvertreter. Die Einzelinterviews wurden mit Partnern auf C-Level (CEO, COO, CIO, CMO) aus verschiedenen Branchen durchgeführt. Die Studie «Clarity on Cyber Security» wurde dieses Jahr zum dritten Mal publiziert.
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Ist ihr Unternehmen bereit für den harmonisierten Zahlungsverkehr?

Mit der Harmonisierung des Zahlungsverkehrs wird die Basis für einen langfristig wettbewerbsfähigen Schweizer Zahlungsverkehr gelegt. Diese Umstellung basiert auf dem ISO20022-Standard, in welchem die Meldungen im elektronischen Datenaustausch via XML übermittelt werden. Die PostFinance stellt als erstes Finanzinstitut auf den neuen Zahlungsverkehr um.

Was bedeutet das für SelectLine-Kunden?
Durch die Umstellung werden Updates der SelectLine-Programme nötig, andernfalls können nach erfolgter Umstellung der Finanzinstitute auf die ISO20022-Norm, keine Zahlungen mehr übermittelt werden. SelectLine-Auftrag und SelectLine-Rechnungswesen (OPOS) können ab Version 14.0 pain.001 übermitteln und in SelectLine-Lohn ist dies ab der Version 16.3 möglich.

Welche Verfahren gibt es?
Für die Kommunikation Kunde-Bank und Bank-Kunde sind zwei Formate von Relevanz. Zum einen ist dies das Überweisungsverfahren „Payments Initiaton (pain)“ und zum andern die Avisierungs- und Reportingmeldungen „Cash Management (camt)“.

Pain-Meldungen
Der pain.001 wird für die elektronische Erteilung von Überweisungen des Kunden an die Bank genutzt. Dieser löst die EZAG Datei der PostFinance bzw. die DTA-Dateien der Banken ab. Die elektronische Erteilung von Lastschriftaufträgen erfolgt mit dem pain.008 und löst das alte Lastschriftverfahren ab.

Camt-Meldungen
Der camt.053 bietet den herkömmlichen Kontoauszug an. Dies wurde bisher mittels MT940 ermöglicht.
Die camt.054-Meldung zeigt die Belastungen und Gutschriften an. Sie löst somit die ESR v11-Datei ab.

Bis wann muss auf den neuen Standard umgestellt werden?
Als erstes werden die pain-Meldungen eingeführt, bzw. die EZAG- und DTA-Dateien nicht mehr verarbeitet. Deadline für die alten Zahlungsdateien ist der 01.01.2018. Ab diesem Datum verarbeitet die PostFinance keine EZAG-Dateien mehr und nimmt nur noch die XML-Formate an. Ausserdem wird die PostFinance ab diesem Datum keine ESR V.11-Dateien oder Debit Direct-TXT-Files annehmen, sowie keine alten DebitDirect-Gutschriftfiles ausliefern.

Die weiteren Finanzinstitute folgen planmässig bis Mitte 2018. Ab diesem Zeitpunkt werden keine alten Formate (DTA) zur Zahlungsübermittlung mehr verarbeitet werden.

InfoSoft Systems ist ihr SelectLine Partner!

Wir bieten Unterstützung bei der Beratung, Installation und Support. Erfahren Sie mehr über SelectLine auf unserer Produktseite.

Nützliche Links zu ISO20022

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Erpressungstrojaner «Wanna Cry» nutzt bekannte Sicherheitslücke

Ransomware «Wanna Cry» deckt auf, wie anfällig Spitäler und Unternehmen sind.

Grossbritannien traf es besonders hart. Vielerorts war in den Spitälern seit Freitagabend kein Betrieb mehr möglich: Keine Operationen, keine Röntgen- oder Laborbefunde und auch die Telefone blieben stumm. Patienten wurden kurz vor dem vereinbarten Operationstermin wieder heimgeschickt, Ambulanzen auf lange Wege umgeleitet, auf der Suche nach einem funktionierenden Spital. Die Neugeborenen durften nicht nach Hause, weil keine Registrierung möglich war. Das Personal hatte keinen Zugriff mehr auf die Computer. Die Erpresser-Software «Wanna Cry» hat die Systeme abgeriegelt. Allein in England waren rund ein Fünftel der Arztpraxen und Spitäler des nationalen Gesundheitsdienstes NHS betroffen. Ärzte gaben gaben in den Medien bekannt, dass die umfassende Computerpanne wohl auch Menschenleben kosten werde – wegen nicht oder zu spät erfolgter Behandlung von Patienten.

Bekannter Vorgang mit zusätzlicher Verbreitung

Neben Grossbritannien waren auch rund 100 weitere Ländern von der Ransomware Wanna Cry betroffen. Der Ablauf entspricht dem einer typischen Erpresser-Software: Opfer klicken einen Link in einer E-Mail an, der den Trojaner auf den Rechner lädt. Die  Schadsoftware verschlüsselt den Computer und verlangt umgerechnet mehrere hundert Franken in der virtuellen Währung Bitcoin. Wer zahlt, erhält einen Entschlüsselungscode, der den Zugriff auf die gesperrten Daten wiederherstellen soll.

Diese Schadsoftware ist besonders dreist. Wenn der Schädling ein System infiziert hat, versucht er auch, wie ein Wurm andere Rechner im gleichen Netz zu infizieren. Insbesondere für Unternehmen und KMU mit einer älteren Infrastruktur stellt dies ein signifikantes Sicherheitsrisiko dar! Der weltweite Cyberangriff hatte nach Einschätzung der europäischen Ermittlungsbehörde Europol ein bisher beispielloses Ausmass. Es seien komplexe internationale Ermittlungen nötig, um die Hintermänner zu finden, erklärte Europol am Samstag.

Microsoft erkennt Ernst der Lage

Wie ernst die Lage ist, zeigt sich auch daran, dass Microsoft nun für alte Versionen wie Windows XP eigens ein Sicherheits-Update bereitgestellt hat, das die von Wanna Cry ausgenutzte Lücke schliesst. Das 16  Jahre alte Betriebssystem wird vom grössten Softwarehersteller seit 2014 gar nicht mehr gepflegt. Für seine aktuellen Windows-Versionen hatte Microsoft hingegen bereits im März Sicherheits-Updates herausgegeben.

Probleme sind hausgemacht

Die Sicherheitsprobleme sind vielfach selbstverschuldet. Viele öffentliche Einrichtungen setzen zwangsläufig auf veraltete Software wie Windows XP oder Windwos Server 2003 um Kosten zu sparen.

Erschwerend kommt hinzu, dass in Industriebetrieben, einem Spitälern oder bei der Armee häufig ältere Programme in Gebrauch sind, die sich bewährt haben. Dafür gibt es meistens auch keine Updates mehr für die Kompatibilität mit neueren Windows-Versionen. Das Risiko, dass diese auf einem neuen Betriebssystem nicht laufen, will man nicht eingehen. Die Geräte werden zum Teil offline eingesetzt, um das Risiko zu minimieren. Das gewährt jedoch auch keine hundertprozentige Sicherheit, denn Erpresser-Software könnte beispielsweise auch per USB-Stick auf einen Rechner gebracht werden.

Bei einem Update auf neuere Windows-Versionen müssen die Geräte bzw. die Software von Drittanbietern wieder zertifiziert werden. Das ist teuer. Daher sparen sich viele öffentliche Einrichtungen die Aktualisierungen ihrer Systeme. Das bedeutet, sie bleiben für lange Zeit ungesichert.

Tipps gegen Cyberangriffe

  • Bei verdächtigen E-Mails, sollten Anhänge und Links auf keinen Fall geöffnet werden.
  • Durchführen regelmässiger Datensicherung auf einen externen Speicher (getrennt aufbewahren) oder in eine Cloud.
  • Sicherheitssoftware (Anti-Virus) installieren und  regelmässig aktualisieren.
  • Firewall konfigurieren
  • Betriebssystem und Software auf dem Computer sollte alle Updates umgehend und automatisch erhalten.
  • Wer unsicher ist, ob eine Website vertrauenswürdig ist, sollte sie nicht besuchen.

InfoSoft Systems ist ihr Partner für IT-Lösungen. Gerne beraten wir Sie konkret, wie Sie ihre Infrastruktur kostengünstig, effizient und vor allem sicher betreiben können. Kontaktieren Sie uns!

Soll man zahlen, wenn man gehackt wurde?

Die Schweizer Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) rät davon ab, ebenso das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Denn man habe keine Gewähr, dass man nach dem Überweisen der Bitcoins wieder Zugriff auf die eigenen Daten erhalte. Ausserdem wird man dadurch zu einem interessanten “Kunden” für einen Wiederholungsversuch. Die Opfer sehen das scheinbar anders. Viele sind bereit einige hundert Franken zu überweisen, um die Systeme wieder zugänglich zu machen.

Nur durch Zufall gestoppt

Dass die Verbreitung der Erpresser-Software vorerst gestoppt werden konnte, ist einem Zufall zu verdanken. Zwei Sicherheitsexperten haben im Quellcode eine Art Notausschalter entdeckt und diesen aktiviert. Eine Entwarnung ist das nicht: Erstens bleiben befallene Rechner verschlüsselt.

Zweitens dürften die Cyberkriminellen die Software bereits so umprogrammiert haben, dass der Notausschalter nicht mehr funktioniert. Zudem könnten Dritte bereits Anpassungen an der Software vornehmen und einen nächsten Angriff planen.

Die Rolle der Geheimdienste

Unabhängig davon dürfte Wanna Cry auch eine erneute Diskussion über das Gebaren der Geheimdienste auslösen. Denn Microsoft schloss die ausgenutzte Lücke erst, nachdem bekannt wurde, dass eine Hackergruppe diese Informationen von der NSA erbeutet hatte. Das heisst, dass die NSA vermutlich schon lange über die Lücken Bescheid gewusst hat. Darauf wies der Whistleblower Edward Snowden hin.

Der amerikanische Geheimdienst ist mit diesem Vorgehen nicht allein: Spione rund um den Globus kaufen von Hackern IT-Sicherheitslücken und behalten das Wissen so lange wie möglich für sich, anstatt etwa Google, Microsoft oder Facebook über die Fehler zu informieren. Denn so können Personen und Organisationen mitunter jahrelang relativ leicht ausspioniert werden. Das Risiko dieses Vorgehens ist mit Wanna Cry erneut deutlich zum Vorschein gekommen.

Quelle
  • «Diese Cyber-Attacke ist erst der Anfang» Neue Zürcher Zeitung, 13.05.2017 https://nzz.ch
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Personal Swiss 2017 mit INFOSOFT

HR-Highlight des Jahres

Die Personal Swiss ist das Jahresereignis des Schweizer Human Resource Managements und bietet mit mehreren Parallelveranstaltungen zu verschiedenen Themenbereichen lehrreiche Informationen. Entscheidungsträger in der Schweiz vertrauen auf die bewährte Messe, die einen ausführlichen Marktüberblick über innovative Dienstleistungen und Produkte liefert. Die hohe Dichte an Lösungsanbieter, Branchenvertreter, Kunden, Referenten und Interessenten am selben Ort ermöglicht viele aufschlussreiche persönliche Kontakte. Ein wichtiger Faktor, der oftmals den Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit bildet.

Die InfoSoft Systems wird an der Fachmesse Personal Swiss am 4. und 5. April 2017 in der Messe Zürich präsent sein. Wir sind als Softwarepartner am Stand C.05 von dormakaba vertreten. Das Schweizer Unternehmen dormakaba ist Spezialist für Zeitwirtschafts- und Zutrittslösungen.

Entdecken Sie die Vielseitigkeit von INFOSOFT
Wir werden vor Ort sämtliche Möglichkeiten des Zeitmanagment mit INFOSOFT aufzeigen:
Von der Zeiterfassung, über die Einsatzplanung und Disposition, bis hin zum Online-Arbeitsrapport und Ticketportal. Erleben Sie die vielen Anwendungsmöglichkeiten unserer Lösung!

Wir verschenken Eintrittskarten!
Eine limitierte Anzahl Gutscheine für einen Tageseintritt stellen wir Kunden und Interessenten zur Verfügung. Kontaktiere Sie uns unter marketing[at]isg.ch. Wir freuen uns darauf, Sie am Stand C.05 zu begrüssen!

Personal Swiss – Messezeitung 2017

Video: Personal Swiss 2016

Links

Bildquelle: Foto Friederike Tröndle / Personal Swiss

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Kaspersky Security Bulletin 2017

Die Experten von Kaspersky rufen im aktuellen Security Bulletin die wichtigsten Ereignisse in Erinnerung. Gleichzeitig wird ein Blick in die Zukunft geworfen und versucht die Cyberbedrohungen des Jahres 2017 vorauszusagen.

Die Bilanz 2016

Die Prognosen aus dem letzten Jahr sind mehrheitlich eingetroffen, wobei einige Punkte noch früher als erwartet Realität geworden sind. Die Zusammenfassung der wichtigsten Vorhersagen für das Jahr 2016:

APTs: Kaspersky prognostizierte einen abnehmenden Fokus auf die Nachhaltigkeit der Advanced Persistent Threats (Hartnäckige Bedrohungen). Es wurde angenommen, dass sich Angreifer zunehmend unsichtbar machen wollen mit dem Einsatz bekannter Malware. Diese Vermutungen haben sich zweifach bestätigt:

  1. durch eine Zunahme von im Speicher aktiver Malware und dateiloser Schädlinge
  2. durch die Unmenge bekannter zielgerichteter Attacken auf Aktivisten und Unternehmen, die auf Remote-Access-Trojanern basieren, wie zum Beispiel NJRat und Alienspy/Adwind.

Ransomware: 2016 kann als das Jahr der Ransomware bezeichnet werden. Das Spektrum von Finanz-Malware, die darauf abzielt, Nutzer zu täuschen und zu betrügen, hat sich praktisch vollständig in ein reines Ransomware-Universum verwandelt. Dabei werden vermehrt effizientere Erpressungsabläufe entwickelt.

Mehr Bankraube: Überlegungen zum Höhepunkt der Finanzkriminalität waren Angriffe auf Institutionen wie beispielsweise die Börse. Real wurden diese Vorhersagen mit den Attacken auf das SWIFT-Netzwerk. Intelligente und exakt platzierte Malware konnte Abflüsse von Millionenbeträgen ermöglichen.

Internet-Attacken: Das Internet der Dinge (IoT) wird immer populärer.  Aufgrund tiefer Kosten und schnellerer Produktion wurde die Sicherheit vielfach vernachlässigt. So konnten Hacker riesige IoT-Botnetze erzeugen. Das Botnetz war der Grund für Ausfälle bei grossen Internet-Services.

Blossstellungen: Mobbing und Erpressungen setzten sich im grossen Stil fort. Diverse Datenoffenlegungen sorgten für Rufschädigungen und persönliche, sowie politische Probleme. Vom Ausmass dieser Tatsache war auch Kaspersky überrascht.

Prognosen für das Jahr 2017

Indikatoren von Cyberangriffen fraglich
Lange Zeit konnten über Indikatoren einer Cyberinfizierung (Indicators of Compromise, IoCs) Erkenntnisse über bekannte Malware gewinnen und so aktive Infektionen erkennen. Diese Methode war mit der Entdeckung von ProjectSauron nicht mehr anwendbar. Denn die dahinterstehende APT-Gruppe nutzte eine massgeschneiderte Malware-Plattform, über die jede eingesetzte Funktion für jedes anvisierte Opfer verändert wurde. Erkenntnisse über andere Opfer mittels bisher verwendeter Indikatoren waren damit unzuverlässig. Als einzige Chance wird derzeit die Kombination verschiedener Massnahmen wie YARA-Regeln angesehen.

Passive Implantate und Kurzfristige Infektionen hinterlassen kaum Spuren
Bei «passiven Implantaten» handelt es sich um eine Netzwerk-gesteuerte Backdoor, die im Speicher sitzt oder als ein Hintertür-Treiber in einem Internet-Gateway oder einem Internet-zugewandten Server läuft. Diese Implantate warten still darauf, dass entsprechender Code ihre Funktionalität zum Leben erweckt. Währenddessen zeigen Sie kaum Anzeichen einer Infizierung und werden kaum entdeckt. Somit ist es das bevorzugte Tool für die meisten vorsichtigen Angreifer.

Ein ähnliches Mittel, das vermehrt erwartet werden kann, sind vorübergehende Infektionen. Speicherresidente Malware, die einzig für allgemeines Auskundschaften und den Diebstahl von Anmeldedaten erzeugt wurde. In sensiblen Umgebungen könnten Angreifer in Ruhe operieren, bis ein Neustart ihre Infektion aus dem Speicher löscht. Das bedeutet, dass damit keine Spuren hinterlassen werden.

Spionage wird mehr und mehr mobil
In der Vergangenheit wurden diverse mobile Malware-Implantate verbreitet. (Z.B. Sofacy, Roter Oktober und CloudAtlas usw.) Die Kampagnen basierten jeweils hauptsächlich auf Desktop-Toolkits. Da die Nutzung sämtlicher digitaler Dienste immer mehr in Richtung Mobilgeräte geht, wird davon ausgegangen, dass mobile Spionage-Kampagnen auf dem Vormarsch sein werden.

Finanzattacken durch professionelle Untergrundorganisationen
Als sich die Nachricht über die Angriffe auf das Bezahlsystem SWIFT verbreitete, versetzte allein die Kühnheit dieser Tat die Finanzbranche in Aufruhr. Die Schadenssumme erreichte eine Grössenordnung von Millionen von US-Dollar. Cybercrime-Playern wie die Carbanak-Gang haben sich weiterentwickelt und sich höhere Ziele gesetzt.

Kaspersky erwartet eine Zunahme der Zwischenhändler bei SWIFT-Angriffen, die sich in die bewährte kriminelle Untergrundstruktur einfügen. Um einen derartigen Bankraub durchzuführen, benötigt man Erstzugriff, spezialisierte Software, Geduld und ein Geldwäschelösung. Einzelne Schritt können bereits heute einige Cyberkriminelle ausführen. Kaspersky erwartet eine Kommerzialisierung dieser Angriffe mit spezialisierten Lösungen zum Verkauf oder “As-a-Service”.

Stabile Bezahlsysteme
Da Bezahlsysteme immer populärer werden, erwartete Kaspersky ein grösseres kriminelles Interesse an diesen Diensten. Aktuell erscheinen die Systeme besonders widerstandsfähig und es wurden keine Attacken registriert. Doch was für die Kunden eine Erleichterung sein mag, könnte den Anbietern von Bezahlsystemen selbst Kopfschmerzen bereiten. Kaspersky erwartet, dass sich Cyberverbrecher zunehmend mit diesen Systemen befassen werden, um weitere Einnahmequellen zu generieren.

Ransomware Geschäftsmodell auf dem Prüfstand
Die meisten Erpresserprogramme basieren auf einer merkwürdigen Vertrauensbeziehung zwischen Opfer und Angreifern. Eine stillschweigende Vereinbarung suggeriert, dass das Opfer, nach der Zahlung, die blockierten Dateien zurückerhält. Die Cyberkriminellen haben dabei ein erstaunliches Mass an Professionalität bei der Erfüllung dieses Versprechens, so dass dieses Geschäftsmodell gedeihen kann. Doch mit der zunehmenden Popularität werden auch Trittbrettfahrer mitmischen. Kaspersky sieht eine Art von «Skiddie»-Ransomware, die das Opfer dazu bringt Lösegeld zu bezahlen, ohne irgendeine Gegenleistung zu erbringen. Dann wird sich Ransomware nicht mehr von Attacken unterscheiden, bei denen Daten gelöscht werden. Dies hilft dabei, dass Opfer kein Lösegeld überweisen.

Die Angst vor Industriesabotage
Die Stuxnet-Malware hat viel Wirbel ausgelöst und Verschwörungstheorien entwickelt. Es wurde klar, welches Potenzial Angriffe auf industrielle Steuerungssysteme haben. Diese Kampagne wurde sorgfältig geplant und auf langfristige, konkrete Ziele ausgerichtet. Solange kritische Infrastrukturen und Fertigungssysteme mit dem Internet verbunden bleiben, sind Angriffe ein mögliches Szenario. Doch solche Attacken setzen entsprechende Fähigkeiten und bösartige Absichten voraus. Ein Cybersabotage-Angriff wird insbesondere zusammen mit geopolitischen Spannungen vermutet.

Schwache Sicherheit im Internet der Dinge
Kaspersky bemängelte schon früh die schwache Sicherheit des Internets der Dinge, welche Kriminelle nun beispielsweise mit dem Mirai-Botnetz ausnützten. Grundsätzlich werden bekannte Sicherheitslücken mit einem Patch geschlossen. Da diverse Hersteller weiterhin unsichere IoT-Geräte vermarkten, könnten Internet-Vigilanten die Kontrolle übernehmen. Das könnte die Hersteller zum Handeln zwingen. Eine natürliche Abwehrreaktion dieser Geräte durch DDoS-Angriffe oder Spam könnte darin bestehen, alle miteinander ausser Gefecht zu setzen.

Meinungsmache mit Enthüllungen unter falscher Flagge
Bei der Erstellung gefälschter Shops, die dazu dienen, Daten zu stehlen und die Opfer zu erpressen, haben Kriminelle wie Lazarus und Sofacy Vorarbeit geleistet. Kaspersky erwartet, dass die Informationskriege zunehmen werden, damit relevante Prozesse beeinflusst und Unsicherheit gestiftet werden kann. Die Akteure  selbst wollen ihre Daten verkaufen und haben kaum etwas zu verlieren, da der Inhalt der Enthüllung meist von der Attacke ablenkt.

Die Gefährlichkeit liegt dabei nicht im Eindringen in die Privatsphäre, sondern vielmehr darin, dass gestohlene Datenbanken als nachrichtentaugliche Fakten mehr und mehr akzeptiert werden. Clevere Akteure versuchen, die Auswirkungen zu manipulieren, beispielsweise durch Datenmanipulation oder durch Unterlassung.

Die wertvollen personenbezogenen Daten
Werbetreibende nutzen insbesondere Cookies für ihre Zwecke. Diese Verwendung wird sich wahrscheinlich weiter ausbreiten, und zwar in Kombination mit Widgets und anderen Erweiterungen. Damit wollen Unternehmen das komplette Surfverhalten der Nutzer individuell verfolgen können, um ein zusammenhängendes Bild zu erstellen.

In gewissen Teilen der Welt werden raffinierte Angriffe auf Aktivisten, Oppositionelle und Andersdenkende erfolgen und sämtliche Aktivitäten in Sozialen Medien beobachtet. Möglicherweise werden Akteure sogar versuchen in ein Soziales Netzwerk einzubrechen, um dort das wertvolle Gut der gesamten personenbezogenen Daten zu entwenden.

Das Spionage-Werbenetz
Werbenetzwerke werden gerne ausgenutzt, um bestimmte Zielgruppen anzugreifen. Werbeplatzierungen sind bereits monetär gesteuert. Regulierungen sind kaum vorhanden. Regelmässige Malvertising-Attacken unterstreichen dies. Werbenetzwerke bieten ein exzellentes Ziel-Profiling, mittels einer Kombination aus IPs, Browser-Fingerabdrücken, Surfinteressen und Login-Verhalten. Diese Art von Nutzerdaten ermöglicht es einem Angreifer, ein Opfer selektiv zu infizieren. Grossflächige kollaterale Infektionen können vermieden werden, um nicht auf den Radarschirm der Sicherheitsforschern zu geraten. Kaspersky erwartet, dass Cyberspionage-Akteure nur kleine Investitionen in Werbenetzwerke planen, um Ziele zu exakt zu treffen, insbesondere aber die neuesten Toolkits zu schützen.

Der Aufstieg des Selbstjustiz-Hackers
Leitfaden für aufstrebende Hacker, die ungerechte Organisationen oder Unternehmen behindern oder sabotieren wollen sind veröffentlicht worden. Verschwörungstheorien, Fakenews, und den Glauben daran, dass Datenlecks ausschlaggebend z.B. für Wahlkampf sein können, beeinflussen massgeblich die Hackerszene. So werden Angreifer vermehrt zur Selbstjustiz greifen.

Genauere Details entnehmen Sie bitte dem Kaspersky Security Bulletin. Prognosen für das Jahr 2017

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IT-Bedrohungen Q3 2016

Das Jahr 2016 ist in etwas mehr als einem Monat vorüber. Eine gute Gelegenheit, die IT-Bedrohungen im vergangenen Quartal hervorzuheben. Im ersten und zweiten Quartal 2016 konnten Höchstwerte bei vielen statistischen Werten gemessen werden. Glücklicherweise konnte eine Entspannung festgestellt werden. Viele Kennzahlen sind im Vergleich zum Sommer rückläufig.

Das bekannte Thema Ransomware, welches zu Beginn dieses Jahres als grösste Bedrohung aufgefasst wurde, bewegt sich auch zunehmend in Richtung Mobile.

Das dritte Quartal 2016 in Zahlen

Das Kaspersky Security Network (KSN) registrierte 172 Mio. Attacken von Internet-Ressourcen, die abgewehrt werden konnten. Die Angriffe erfolgten aus 190 Ländern weltweit.

Ergebnisbericht von Kaspersky Anti-Virus

  • Alarmmeldung bei 45 Mio. individuellen URLs
  • 13 Mio. individuelle Schadobjekte aufgespürt (Skripte, Exploits, ausführbare Dateien und andere)
  • Abwehr von Infektionsversuchen durch Malware bei mehr als 1 Mio. Nutzern (insbesondere Diebstahl von Finanzmitteln über den Online-Zugriff auf Bankkonten)
  • Abwehr durch Ransomware-Angriffe bei 821’000 individuellen Anwendern
  • Registrierung von 116 Mio. individuellen schädlichen und potenziell unerwünschten Objekten

Auswertung Kaspersky-Lab-Produkte zum Schutz mobiler Geräte

  • 1,5 Mio. schädliche Installationspakete
  • 30’000 mobile Banktrojaner
  • 37’000 mobile Erpresser-Trojaner

Wichtigste Ereignisse des Quartals

Pokémon GO: Kriminelle nutzen Hype um beliebtes Spiel

Das Handyspiel Pokémon GO hat weltweit innert kurzer Zeit eine grosse Fangemeinde aufgebaut. Auch Cyberkriminelle wollten die populäre Neuheit nutzen und haben Schadcode im Originalspiel hinzugefügt und dieses über Dritt-Stores verbreitet. So wurde beispielsweise der Bank-Trojaner Trojan-Banker.AndroidOS.Tordow verbreitet, der Sicherheitslücken im System ausnutzt, um die Berechtigungen eines Superusers zu erhalten. Somit kann sich der Trojaner schützen gelöscht zu werden und die im Browser gespeicherten Passwörter stehlen.

Eine weit grössere Ausnutzung der Beliebtheit von Pokémon GO war die Veröffentlichung einer schädlichen Anleitung für das Spiel im Google Play Store. Bei dieser App handelte es sich in Wirklichkeit um einen Werbetrojaner, der sich Superuser-Rechte auf dem Gerät aneignet, indem er Sicherheitslücken im System ausnutzt.

Werbung mit Trojaner

Innerhalb des Quartals hat sich die Zahl der von Trojan-Banker.AndroidOS.Svpeng.q angegriffenen User praktisch verachtfacht. Die Opfer befanden sich fast ausschliesslich in Russland. Der Trojaner war unter den Online-Verbrechern derart beliebt, da er über das Werbenetz Google AdSense beworben wurde. Das ist eins der populärsten Werbenetzwerke im Runet und wird von vielen beliebten Webseiten genutzt, um den Anwendern zielgerichtet Werbung anzuzeigen.

«Im Q3 2016 wurde auf Computern von 1,2 Mio. Usern versuchte Infizierungen von Finanzmalware registriert.»

Android 6: Umgehen von Schutzmechanismen 

In diesem Quartal ist die Banktrojaner-Familie Trojan-Banker.AndroidOS.Gugi hervorzuheben. Sie ist in der Lage einige Schutzmechanismen unter Android 6 zu umgehen. Es beginnt mit der Anfrage nach dem Recht zum Überdecken anderer Apps. Basierend auf den neuen Berechtigungen wird der Anwender irritiert und genötigt weitere Anfragen anzunehmen.

Erpressungstrojaner bei Google Play

Im dritten Quartal registrierte Kaspersky die Verbreitung einer mobilen Ransomware über den offiziellen App-Store von Google. Der Trojaner Trojan-Ransom.AndroidOS.Pletor.d gab sich als App zur Wartung von Geräten aus inklusive Säuberung von überflüssigen Daten, die Beschleunigung des Geräts und sogar Viren-Schutz.

IT-Infrastruktur regelmässig prüfen

Es lohnt sich, Systeme auf dem neusten Stand zu halten. In den Beiträgen «Ransomware Satana» oder «Betrügerische Worddateien sperren ihr System» finden Sie genauere Hinweise dazu. Gerne stehen wir für Ihr Unternehmen auch für eine persönliche IT-Beratung zur Seite.

Quelle
Securelist (10.11.16): Entwicklung der IT-Bedrohungen im dritten Quartal 2016

 

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HPE Golden Offers Winter 2016

Mit den Transformationslösungen von HP Enterprise ist ihr Unternehmen optimal vorbereitet für die Anfoderungen der digitalen Zukunft. Die Produktpalette beinhaltet effiziente, produktive und sichere IT-Umgebungen. Entdecken Sie die aktuellen Angebote im Golden Offers Katalog Winter 2016. InfoSoft Systems unterstützt Sie gerne bei der Planung, Installation und Betreuung von IT-Infrastrukturen.

  • Server
  • Netzwerk
  • Server Management
  • Backup Lösungen
  • Storage

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SQL Server 2016

Seit dem 1. Juni 2016 ist Microsoft SQL Server 2016 auch offiziell in der Schweiz verfügbar. Mit dem neuen Produkt wird ein weiterer Grundstein für die Datenplattform von Microsoft gelegt.

SQL Server 2016 bietet eine umfassende Unterstützung von unternehmenskritischen Anwendungen durch die Verbindung der In-Memory Technologie für hohen transaktionalen Durchsatz und gleichzeitig für direkte Datenanalysen. Im Bereich der Datensicherheit platziert das Forschungsinstitut Gartner die SQL Server Datenbank an erster Position.

Insbesondere für Schweizer KMU sind viele Neuerungen relevant

Sicherheit
SQL Server ist bereits seit 6 Jahren in Folge die Datenplattform mit den wenigsten Schwachstellen. Mit Always Encrypted und Row-Level Security werden Daten vor dem Zugriff von unberechtigten Nutzern geschützt, ob im Unternehmen oder ausserhalb.

Stetige Verfügbarkeit und Performance
Die In-Memory Features wurden in SQL Server 2016 nochmals verbessert um einen leistungsfähigen Datenzugriff sicherzustellen. Mit bis zu 30x schnelleren Transaktionen und gar 100x schnelleren Abfragen wird SQL Server 2016 auch die Unternehmensprozesse beschleunigen. Damit kann die interne und externe Kundenzufriedenheit erhöht werden. Diese Merkmale werden gleichzeit mit besserer Verfügbarkeit erzielt.

Business Intelligence
Auswertungen werden immer relevanter und sind inzwischen eine der wichtigsten Investitionsprioritäten von IT Entscheidern. SQL Server 2016 hat verbesserte Reporting Services um kann ästhetische Datenvisualisierungen erstellen und diese mobil auf Windows, iOS und Android Plattformen präsentieren.

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InfoSoft Systems ist ihr Partner für IT-Lösungen. Wir planen für Sie neue Infrastrukturen und unterstützen Sie bei der Migration, Wartung und Support.

Nutzen Sie noch SQL Server 2005?
Dann sollten Sie schnellstmöglich upgraden. Der Support von Microsoft wurde für diese Version im Frühling 2016 eingestellt (Siehe Beitrag).

 

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Getestet: Mangelnde IT-Sicherheit in Arztpraxen

Der Tagesanzeiger hat in Zusammenarbeit mit First Security Technology AG im Mai 2016 eine IT-Sicherheitsüberprüfung durchgeführt, die aufzeigt wie anfällig Arztpraxen für Cyberangriffe sind. Die IT-Netzwerke von Arztpraxen wiesen in dem Test zum Teil gravierende Sicherheitslücken auf. Das kann auch Patienten gefährden.

Schwachstelle Mensch
Viele Cyberangriffe beginnen vielfach mit einer betrügerischen E-Mail. Im Dateianhang befindet sich meistens ein PDF-Dokument oder eine Worddatei, welche beim Öffnen ein Schadprogramm ausführt. Dieses kann beispielsweise Daten verschlüsseln, Daten ausspionieren oder grundsätzlich die IT-Sicherheit ausschalten. Deshalb ist ein zentraler Grundsatz: Das grösste Einfallstor in ein IT-Netzwerk ist immer der Anwender oder die Anwenderin.

Alarmierende Resultate: Keine Updates, Passwortschutz und Firewall

Sämtliche der sieben getesteten Arztpraxen wiesen diverse Sicherheitsprobleme auf:

  • Einer der Ärzte benutzte einen veralteten, ohne Passwort gesicherten WLAN-Router. Mit wenig Aufwand könnte man so den Datenverkehr ausspionieren, um Passwörter oder E-Mails zu stehlen.
  • In einer Praxis war es möglich, von extern die Firewall auszuschalten. So könnten unbemerkt Viren in die ­Praxis eingeschleust werden.

Grobfahrlässige Handhabung mit NAS
In zwei der sieben Arztpraxen stiess die Firma auf schwerwiegende Lücken beim Network Attached Storage (NAS), einem netzgebundenen Speicher. NAS sind bei Privatnutzern sehr beliebt als zentraler Speicher für Fotos, Videos oder Musik. Weil NAS günstig und einfach zu bedienen sind, wurden sie auch von einigen KMU eingesetzt. Im Test gehörten auch Arztpraxen zu den Anwendern, welche das NAS für sensible Patientendaten verwendeten.

Beide betroffenen Arztpraxen hatten NAS von Synology im Einsatz. Wichtige, vom Hersteller empfohlene Sicherheitsupdates wurden von den Ärzten nicht durchgeführt. Grobfahrlässig war insbesondere, dass die beiden NAS der Praxen nicht mit einer Firewall geschützt waren. Daten von Röntgenaufnahmen, Laborberichte oder Gesundheitschecks sind dadurch ungesichert und für Unberechtigte zugänglich.

Auszug Eidgenössischer Datenschutzbeauftragter (EDÖB)

“Die Personendaten, die in Arztpraxen bearbeitet werden, gehören zur Kategorie der besonders schützenswerten Daten. Details über den Gesundheitszustand sind äusserst vertraulich, und der Umgang mit diesen Daten muss entsprechend verantwortungsbewusst geschehen. Dabei ist insbesondere auch auf adäquate technische Installationen zu achten.”
Datenschutz: Erläuterungen zum Datenschutz in der Arztpraxis

Einfaches Spiel für Hacker
Via Internet kann das Passwort der Geräte zurückgesetzt werden. Das automatisch generierte E-Mail wird abgefangen, indem das offene WLAN der Praxen ausspioniert wird. Einfachere Methoden existieren ebenfalls. Eine Software prüft automatisch alle Passwortkombinationen. Bei längeren Passwörtern kann dies mehrere Wochen dauern. Doch auch dieser Weg kann zum Ziel führen. Eine professionell konfigurierte Firewall verhindert natürlich solche Passworteingaben. Des Weiteren gilt es zu beachten, dass Betroffene, wie im Fall der beiden Ärzte, nicht merken, dass sie bestohlen werden. Die Originaldaten auf dem Computer oder Netzwerkspeicher können noch unbeschädigt vorhanden sein.

Schwerwiegende Hackerangriffe
Wie hoch ist das Risiko für kleine Privatpraxen überhaupt? Im vergangenen Januar hat sich ein spektakulärer Fall ereignet. Das Hollywood Presbyterian Medical Center in Los Angeles wurde Opfer von Cyberkriminellen. Die Ärzte des Luxusspitals mussten umgerechnet SFr. 3,7 Mio. an Cyberkriminelle bezahlen, um Zugang zu gestohlenen Patientendaten zurückzuerhalten. Die Hacker waren in das Spitalsystem eingedrungen und umgehend waren sämtliche Krankenakten von den Ärzten nicht mehr einsehbar. Wenn Ärzte oder Pflegepersonal nicht wissen welche Behandlung erfolgte bzw. bevorsteht und welche Medikamente in welcher Dosis verabreicht werden müssen wird es schnell lebensbedrohlich. Davon abgesehen, könnten die Hacker die Patientendaten an Unbefugte weiterverkaufen.

Cyberangriffe auch im deutschen Sprachraum
Cyber-Gangster verschlüsselten ebenfalls Patientendaten des Neusser ­Lukaskrankenhauses bei Düsseldorf. Dasselbe ereignete sich im Klinikum Arnsberg bei Dortmund. Hier erschienen Lösegeld­forderungen auf den Bildschirmen, als die Server gehackt wurden. Auch kleine Arztpraxen rücken ins Visier der Hacker, wie der Fall eines Arztes aus Freiburg im Breisgau 2015 zeigte. In der Schweiz gab es vereinzelte Fälle, wie die FMH auf Anfrage bekannt gab. Details sind jedoch nicht bekannt.

Swiss Vulnerability Report
«Es gibt kein Allheilmittel gegen Cyberangriffe, genauso wie es kein Allheilmittel dagegen gibt, zu Hause ausgeraubt zu werden.» erklärt Pascal Mittner, Chef von First Security. Auch in vielen andere Branchen sind Firmen, die sorglos mit vernetzten Speichersystemen umgehen. Dies zeigte der alljährliche Swiss Vulnerability Report. In der Untersuchung wurden mehrere Tausend NAS-Geräte entdeckt, die schutzlos im Internet erreichbar waren. Unter ihnen befinden sich auch die Datenspeicher von Anwälten und Treuhändern.

Vorbeugende Massnahmen zwingend nötig

Der Experte hält fest, dass Ärzte zu sensiblen Berufsgruppen gehörten, die es besonders nötig hätten, ihr Sicherheitsbewusstsein zu IT-Infrastruktur und Netzwerk zu überprüfen. Das Unternehmen empfiehlt stets aktuelle Daten-Backups an einem sicheren Ort zu führen. Dies kann beispielsweise im internen Netzwerk, einer separaten und geschützten Netzwerkzone für Backups oder bei einer auf Backups spezialisierten Firma erfolgen. Mindestens so wichtig ist die Kontrolle der Firewall-Einstellungen: «Eigentlich sollten die Ärzte ihre IT-Systeme regelmässig überprüfen, um überhaupt zu wissen, wo es Löcher gibt.» Das ist vergleichbar mit dem regelmässigen Gesundheitscheck, der Auskunft über den aktuellen Zustand gibt und auf künftige Probleme hinweisen kann. Auch Unternehmen ausserhalb der Gesundheitsbranche sind gefährdet und sollten regelmässige Sicherheitsüberprüfungen durchführen.

Lehnen Sie sich zurück! Wir betreuen ihre IT-Infrastruktur

Mit dem Managed Service von InfoSoft Systems ist ihre IT in guten Händen. Fokussieren Sie sich auf Ihre Kernaufgaben. Automatisierte Backups schützen Sie im Notfall. Unsere renommierten Überwachungstools melden kritische Situationen, damit wir rechtzeitig reagieren können. Kontaktieren Sie uns!

Methodik und Quelle
Der Tagesanzeiger hat Ende Mai eine Umfrage bei 256 Ärzten durchgeführt. 110  Empfänger haben das Interesse an einer IT-Sicherheitsüberprüfung signalisiert. Die Firma First Security Technology AG führte die Analyse durch. Die Testergebnisse von sieben Arztpraxen konnten für die Auswertung verwendet werden.
http://www.tagesanzeiger.ch (28.05.2016)