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Der Musik-Streaming-Dienst Spotify Free hat Nutzern verseuchte Werbeanzeigen ausgeliefert. Gemäss aktuellen Erkenntnissen sind User von Windows, Linux und Mac OS X betroffen. Bei den Opfern werden regelmässig und selbstständig störende Browserfenster bzw. Pop-ups mit schadhafter Werbung geöffnet. Die kostenfreie Version der Plattform wird über Online-Werbung finanziert und von einem Grossteil der Nutzer verwendet.

Spotify hat eine Entschuldigung an ihre Kundschaft verfasst und bestätigt den Vorfall, dass Malware über Ihre Werbung verbreitet wurde. Die schädliche Werbung wurde entfernt und eine Untersuchung wurde eingeleitet. Das genaue Ausmass der entstandenen Schäden könne aber aufgrund der hohen Verbreitung der Spotify Free-Version noch nicht genau eruiert werden.

Ursache

Spotify und andere digitale Dienstleister nutzen ein Freemium Geschäftsmodell. Es basiert auf einem kostenfreien Basisangebot, das durch Werbung finanziert wird. Diese Werbung wird von Drittanbietern bereitgestellt ohne Einfluss von Spotify.

Schadhafte Werbung wird auch als Malvertising (Malicious Advertising) bezeichnet. Es ist ein grundsätzliches Problem der Online-Werbung und tritt heutzutage vermehrt auch bei seriösen Internetdiensten auf. Auch globale Unternehmen mit hundertausenden Besuchern, wie beispielsweise AOL, BBC, ebay, MSN, Yahoo, Youtube,  T-Online, oder die New York Times waren schon davon betroffen. Malvertising erhält in der Online-Kriminalität wenig Berichterstattung, obwohl es nach Emails der zweithäufigste Weg zur Verbreitung von Schadsoftware ist.

Massnahmen für Betroffene

Spotify hat reagiert und die schädliche Werbung entfernt. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie den Spotify-Client deinstallieren und den Computer mit einem Antiviren-Programm einer Überprüfung unterziehen.

Schützen Sie ihr System 

Wir haben in vielen Beiträgen (Mangelnde IT-Sicherheit bei Ärzten, Ransomware Weiterentwicklung usw.) auf die Wichtigkeit von Sicherheitsmassnahmen hingewiesen. Wichtige Massnahmen für den Schutz gegen Malware sind hier aufgelistet:

  • Verwenden Sie eine professionelle und aktuelle Anti-Viren-Software (InfoSoft Systems ist Partner renommierter Hersteller).
  • Installieren Sie regelmässige empfohlene Updates (insbesondere Betriebssystem, Anti-Viren- und Sicherheits-Patches)
  • Halten Sie ihre Programme auf dem Rechner aktuell
  • Arbeiten Sie am Computer mit Admin-Rechten? Beschränken Sie die Berechtigungen des Benutzers auf ein Minimum.

Möchten Sie die Betreuung ihrer IT-Infrastruktur einem professionellen Servicepartner überlassen?

InfoSoft Systems unterstützt Sie gerne! Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

 

Quelle
Botfrei Blog, https://blog.botfrei.de (7. Oktober 2016)