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Microsoft will in der zweiten Jahreshälfte 2016 ihre Cloud-Dienste auch aus deutschen Rechenzentren anbieten, mit T-Systems als Datentreuhänder. Microsoft wird insbesondere Windows Azure, Office 365 und Dynamics CRM Online künftig aus Rechenzentren in Magdeburg und Frankfurt am Main anbieten. Die Angebote sollen auch Kunden aus anderen europäischen Ländern (EU und EFTA) zur Verfügung stehen. Für die neuen deutschen Rechenzentren gelten dieselben Sicherheits-, Service- und Qualitätsstandards wie für alle Rechenzentren von Microsoft. Die neuen Dienste folgen in punkto Sicherheit, Compliance, Transparenz, Datenschutz und Kontrolle ebenfalls denselben Prinzipien wie alle weltweiten Cloud-Services von Microsoft.

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Die Nachfrage einer deutschen Cloud

Mit dem neuen Angebot reagiert Microsoft auf die steigende Nachfrage nach Cloud-Diensten in Deutschland. Die Verbindung von Innovationskraft und Skalierbarkeit einer Microsoft-Cloud-Plattform mit deutscher Infrastruktur und einem deutschem Datentreuhänder ist einzigartig auf dem Markt. Dies erklärte Alex Stüger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. Die KPMG-BITKOM-Studie „Cloud-Monitor 2015“ gibt Microsoft recht. Aus den Umfrageerbegnissen geht hervor, dass 83 Prozent der deutschen Unternehmen erwarten, dass ihr Cloud-Anbieter seine Rechenzentren ausschliesslich in Deutschland betreibt.

Einzigartige Innovation für Vertrauen und Datenschutz

Die neuen Cloud-Dienste sind die erste derartige Innovation eines globalen Anbieters von hyper-skalierbaren Cloud-Lösungen. Der Zugang zu den Kundendaten liegt beim Datentreuhänder, einem unabhängigen Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland, das der deutschen Rechtsordnung unterliegt: T-Systems, eine Tochter der Deutsche Telekom. Ohne Zustimmung des Datentreuhänders oder des Kunden hat Microsoft keinerlei Zugang zu Kundendaten.

Compliance-Anforderungen effizient und sicher erfüllen

Das neue lokale Angebot von Azure, Office 365 und Dynamics CRM Online richtet sich besonders an Organisationen und Unternehmen in datensensiblen Bereichen wie dem öffentlichen, dem Finanz- oder dem Gesundheitssektor. Der IT-Konzern will auf diese Weise die Daten seiner Kunden auch vor dem möglichen Zugriff von US-Behören schützen. Der neue Service von Microsoft beachtet gemäss Dr. Arthur Kaindl, General Manager Digital Health Services bei Siemens Healthcare, genau die Bedürfnisse deutscher Unternehmen, die besonders strikten datenschutzrechtlichen Anforderungen unterliegen.

Der Datenaustausch zwischen den zwei Rechenzentren findet über ein privates, vom Internet getrenntes Netzwerk statt, womit der Verbleib der Daten in Deutschland gesichert ist. Um den Geschäftsbetrieb und die Wiederherstellung von Daten auch in Katastrophenfällen zu gewährleisten, findet ein kontinuierlicher Datenabgleich zwischen den beiden geographisch getrennten Rechenzentren statt. Für Kunden ist jederzeit transparent, wie und wo ihre Daten verarbeitet werden.

Microsoft Cloud Standorte in der Schweiz

Neben Deutschland hat Microsoft auch ein eigenes, lokales Cloud-Angebot für Grossbritannien angekündigt. In der Schweiz bestehen, gemäss Microsoft-Schweiz-Pressesprecherin Barbara Josef, zurzeit keine Pläne für eigene Rechenzentren oder nationale Cloud-Services. Es sei aber nur eine Momentaufnahme, da der Bereich Cloud derzeit stark wachse.

 

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